AFTER THE WALL


The project sheds light on the visual art, film, photography and video that have grown up in Eastern and Central Europe and the former Soviet Union, during the decade after perestroika and the fall of the Berlin Wall. In collaboration with the cultural ministries of the countries involved and with Soros Cultural Centres, the project will be presented as an exhibition, book and a symposium. The purpose of the project is to define the present situation in terms of the changes that have taken place and the scope of this changes in the respective countries. The symposium is arranged in cooperation with the Swedish Institute/Partnership for Culture. The exhibition will be highly selective and only pieces shown on a qualitative basis will be exhibited. It is intended that the exhibition can also be set up outside the walls of Moderna Museet, in other places in Stockholm and eventually tour in both western and eastern Europe. Curators: Chief Curator Bojana Pejic, (Berlin) with David Elliott, Director of Moderna Museet and Iris Müller-Westermann, Curator of Moderna Museet, projectleader.
Die vom Moderna Museet Stockholm konzipierte Ausstellung "After the Wall" gehört nach Berlin. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur. Zu ihnen gehört schon die im Titel genannte Mauer, die 1961 in Berlin errichtet wurde. Sie wurde zum Symbol einer historischen Epoche - zum Symbol für Kalten Krieg und Teilung, Jahrzehnte später für Freiheit und Einheit -, und die Einheit Deutschlands war der Beginn weitreichender politischer Veränderungen in vielen Staaten des früheren Ostblocks.
Aus der Wiedervereinigung erwuchs auch eine Verantwortung gegenüber jenen Staaten, die - bis nach Armenien und Albanien - aus dem sie beherrschenden politischen System herausgetreten sind, die einen neuen Weg der Partnerschaft zu den Europäischen Staaten und zur westlichen Welt suchen.
Die Ausstellungsorte - das wiedererbaute Wohnhaus des Malers Max Liebermann, unmittelbar an der ehemaligen Mauer, und der ebenfalls an der ehemaligen Grenze gelegene Hamburger Bahnhof - verbinden sich in besonderer Weise mit der Ausstellung "After the Wall". Thematisch wird hier ein Terrain sichtbar, das sich von Ostdeutschland weit in den Osten hineinzieht und Gebiete berührt, deren Hoffnungen und Nöte wir vielfach kaum kennen. Die Arbeiten der zumeist jungen Künstler spiegeln in ihrer Gesamtheit die unterschiedlichsten, aus den Besonderheiten der einzelnen Länder erwachsenen Themenfelder. Ihre Hinwendungen umgreifen mehr als etwa bloße Schilderungen gesellschaftlicher Verhältnisse. Sie folgen einem von Aufbruchsstimmung getragenen Kunstbegriff, der sich unvoreingenommen die Möglichkeiten heutiger Kunst aneignet und dadurch weit in die Gesellschaft hineinwirkt. Die Bedeutung dieser Kunst liegt vor allem in der sich einstellenden Nähe, die etwas von dem entfernt Liegenden unmittelbar an den Betrachter heranführt. Sie behandelt überwiegend existentielle, aus der eigenen Geschichte kommende Fragestellungen, die in den oftmals verwirrenden Kontext unserer Gegenwart gehören.

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