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Im Lesen imaginiert man die Verwirklichung des Textes. Fällt der Text ins Buch. Wort für Wort. Ganz so, als bräuchte es diesen Moment des Erscheinens, um den Text zu Ende zu bringen.
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fügt sich dieser Text diesem Buch hinzu, in eben jenem Moment, wo es im Begriff ist, sich an ein Außen zu wenden, in dem man ein Werk, eine Arbeit, einen Text ins Ungewisse entlässt.
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Im Lesen imaginiert man die Verwirklichung des Textes, Wort für Wort und begegnet ihm in dem Moment, in dem er tatsächlich anfängt, sich zu Ende zu schreiben. bestimmen, to determine: to come to an end
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Die Klangfarbe eines Textes, seine Stimme, die also im Schreiben schon als lesendes Schreiben eingelesen worden sein muss, erscheint wie das momenthafte Aufblitzen von einer Spur, das einem einen Eindruck von dem vermittelt, was man da liest. Was zu einem spricht, sich an einen wendet.
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Fast ist es aber mit der Frage der Widmung so, als würden wir versuchen, jene zweite Spur ins Buch hineinzuschreiben, die ein spurloses zweimaliges Lesen bedeutet. auch so einen halben Schritt zurückspringen, weil der Text irgendwie da ist, als hätte ich den text vor mir
und als gewänne er erst in meinem lesen seine stimme
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frage der stimme die der leser im text einzieht
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In diesem Schreiben, dass sich unbemerkt im Lesen vollzieht (verwirklicht) geht es um ein Sprechen, das sich hinwendet und zugleich unbestimmt bleibt.
Sie fügt dem bereits Gesagten nichts hinzu, (außer, dass es dessen Ränder entlang geht / nachvollzieht) außer dem Sagen selbst, das (zu seiner eigenen Zeit gehört) außer, dass das Sagen selbst zu seiner eigenen Zeit gehört (in bezug steht). Ähnlich einem spurlosen, zweimaligen Lesen. Ein unwahrnehmbarer Überschuss, der undarstellbar ist und der den Ort der Zeitgenossenschaft markiert.
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Die Stimme eines Textes stellt sich erst im stillen Lesen her. Die Klangfarbe eines Textes, seine Stimme, die also im Schreiben schon als lesendes Schreiben eingelesen worden sein muss, erscheint wie das momenthafte Aufblitzen von einer Spur, das einem einen Eindruck von dem vermittelt, was man da liest. Was zu einem spricht, sich an einen wendet.
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die widmung ist die zweite spur, die der leser einfügen kann, facette vor dem ausdruck, nicht das, was sie bezeichnet sondern eine qualität der stimme, die herstellung von stimme betrifft
Eine Stelle, eine Geste die verspricht keine Eröffnung einer zusätzlichen Sichtbarkeit. (Die sich hinzufügt, ohne etwas merklich zu verändert. Die sich hinzufügt, als sei sie nicht hinzugefügt).
bestimmen (determine: to come to an end)
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durch seine Stimme auswählen was hat die Stimme mit dem Unbestimmten zu tun? nicht be (zu etwas hin) stimmen; also zu etwas hin sprechen, ansprechen und rufen, aufrufen; mit der Stimme bezeichnen; geht es um ein Sprechen, dass sich hinwendet und zugleich
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was heißt es, wenn man sich im Lesen der anderen Lesenden gewahr werden, also man ein anderes Verhältnis statt der von Leser/Autor eingehe, welche Bindekraft spielte in diesem Nebeneinander eine Rolle
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