C





1
ich kann mir nie den richtigen in einer rolle vorstellen. der richtige für die richtige rolle wäre einfach zu viel.

und er kann dabei immer so aussehen wie er aussehen soll, wenn er ihn wiederholt, weil er die szene früher einmal gesehen und gespeichert hat.

ms.ciccone
17:37
außerdem kann es sowieso für keine rolle,eine absolut richtige besetzung geben, weil eine rolle eben eine rolle ist. wenn man nun also
17:38

also, schon nicht den richtigen bekommen kann, dann ist es weitaus befriedigender den falschen zu nehmen.
17:39

dann weiss man wenigstens was man hat.

ms.ciccone
17:39
das einfachste ist den falschen zu nehmen. und ich gehe immer den einfachsten weg, weil das einfachste das beste ist.
2
Melanie Ohnemus
14:16
eigentlich derselbe trick des austauschens wie ihn der minister bei der königin angewendet hat
3
let us repeat the dis-content of what never took place
4
tanja widmann
16:29
jetzt mal durchlaufen auf c
Inga Zimprich
16:29
die hier
Sönke Hallmann
16:29
heut kein B - tragic
ms.ciccone
16:29
eigentlich waren wir hier doch schon fast B mässig unterwegs oder?
Inga Zimprich
16:29
da sieht man noch nüscht
tanja widmann
16:29
ja das fand ich auch
Inga Zimprich
16:29
ja, genug des B
Sönke Hallmann
16:29
das ist wahr
tanja widmann
16:29
das kann man dann morgen gut einebetten
ms.ciccone
16:29
also wir haben schon genug B?
tanja widmann
16:29
oj ja
magdalena
16:29
from a to c and not to b
5
Johan Siebers 14:01
Mitteilung ist Alteritaet.
clevergretel 14:01
You flatter me, replied the Prefect; but it is possible that some such opinion may have been entertained
14:01
6
------->Nicht der Brief selbst ist unsichtbar. Der Brief liegt offen. Unsichtbar ist allein der Schleier, der ihn, verbirgt. Und ihn, den Schleier, sichtbar zu machen, als das, was er ist, eine Finte, wird auch das, was schon immer offensichtlich war, zurück ins Sichtbare holen.
ms.ciccone 16:14
und wie können wir den schleier begreifen?
Sönke Hallmann 16:14
aber so wäre es ein Narrativ des Authentischen?
Johan Siebers 16:15
ja, wenigstens des Verlangens nach dem Authentischen.
Melanie Ohnemus 16:16
Wer legt die finte aus?
Melanie Ohnemus 16:16
der brief selbst,
16:16
könnte das auch sein?
16:17
ich glaube jedenfalss nicht, dass es die königin ist
Johan Siebers 16:17
Der Autor des Briefes.
Berni Doessegger 16:20
Un dessein si funeste, S'il n'est digne d'Atrée, est digne de Thyeste.
magdalena 16:21
Ein Zweck so tödlich, wenn nicht würdig Atreus, Thyestes würdig ist.
Sönke Hallmann 16:21
vielleicht, mit ein wenig Zögern, oder nach einer Weile, die vielleicht ganz unbemerkt bleibt - gibt es denn, wenn es um solche Finten der Selbstevidenz geht, noch so etwas wie Autorschaft
Sönke Hallmann 16:22
wer signiert?
ms.ciccone 16:22
I too am recognizing rather than reading....
anna d 16:22
Dupin will unbedingt signieren.
ms.ciccone 16:22
what is a signature under quotation marks?
Sönke Hallmann 16:23
es ist so auch die Erzählung von der Möglichkeit der Signatur als Finte, oder die Signatur, die immer nur als Finte, Einzug findet
16:23
?
7
auch wenn der text noch nicht da ist
28.04.11 12:28

dies wäre so die eine stelle der rahmung

28.04.11 12:29

das andere ginge eher von einem interesse an den eingeführten formen aus

28.04.11 12:29

dreieck, viereck das ständig verrrutscht, etc
8
28.04.11 12:37
dass derrida, um lacan zu kritisieren, einen kaum durchdringbaren hundertseiten text vorlegt, wäre dann so eine form des streits ( auf den lacan übrigens ja nie eingegangen ist...)

28.04.11 12:37
ups war in den zahlen modus geraten
28.04.11 12:38

also ich denke auch bzw wäre das denke nach dem besprochenen die ausgangsbasis dass wir uns auf bestimmte figuren und formen in diesem text

28.04.11 12:38
da wär

28.04.11 12:39
figuren und die oben geannten formen


28.04.11 12:39
also, in gewisser Weise schließt ja dieser halbe Streit an die Frage der Gelehrsamkeit und des Spiels/Tricks direkt mit an

28.04.11 12:40
ja genau. die spiele von täuschung und anerkennung der spielregeln
 
10
Johan Siebers 13:33
Too much cleverness is inimical to wisdom.
11
28.04.11 12:41
genau und die überlegung war ja aus mehrfachen gründen sich da nicht weiter in die spirale der wissenden gelehrsamkeit und des belehrenden wissen hineinzgeraten sondern eher auf der oberfläche des textes geiwsse figuren zueinanderzusetzen in bewegung zu bringen und damit die impliziten verhandlungen quasi auszustellen
12
28.04.11 12:56

ich könnte mir aber auch vorstellen, die formen zu wechseln.

dass es sich um eine aufführen von schreiben handelt

wie die form des platzierens schon eine theatralik erzeugt
13
Berni Doessegger
13:43
dann hat die königin ihn gelesen?
Inga Zimprich
13:43
"here you have precisely what makes the ascendancy complete: the robber's knowledge of the loser's knowledge of the robber"
tanja widmann
13:43
die königin seh wohl
13:43

und im laufe de szenen auch einige andre
Inga Zimprich
13:43
anzunehmen, vielleicht ist aber selbst sie darin unterbrochen worden
14
Berni Doessegger
13:47
ja, beim leser. das ist ja zu nächst die frage.
ms.ciccone
13:47
it withholds the contents, giving us only form
13:47

put 6
Inga Zimprich
13:47
Stored in location 6
Berni Doessegger
13:48
ja, man kann aber nicht einfach davon ausgehen, das jemand etwas geschrieben hat.
ms.ciccone
13:48
a repression of the written word
15
Johan Siebers
13:54
man könnte nämlich annhemen, das der brief NOCH NICHT geschrieben ist, dass er sich erst schreibt. Dass als das Verlangen nach vorne weist, statt zurueck - das die Koenigin WILL dass den Brief gelesen wird. Der Verrat des Paktes ist das Ueberschreitende, dass mit dem Briefschreiben gegeben ist.
16
Johan Siebers 16:42
An appropriation.
17
ms.ciccone 13:23
This is the first occurrence of what has been repeating itself here without ever having occurred.
18
if the purloined letter is the mother's phallus? wo ist das her?
19
i borrowed it from a joke
20
ms.ciccone
17:51
deshalb suche ich mir auch leute aus, die gedächtnis wie ein tonband haben. mein kopf ist wie ein tonband mit einer taste: löschen.
21
ms.ciccone
17:50
ich habe kein gedächtnis. jeder tag ist ein neuer tag, weil ich mich an den tag zuvor nicht mehr erinnern kann. Jede minute ist wie die erste minute meines lebens. ich versuche mich zu erinnern
17:50

aber ich kann es nicht.
17:50

deshalb habe ich geheiratet
17:50

mein tonband.
22
tanja widmann
17:49
A: I fashion the expression of my face, mimesis, spiel der aneignung. Bitte jetzt nicht disseminieren anfangen, wenn das so ist


Berni Doessegger
17:47
madonna will einen brief verschicken
Wir sind noch nicht da.
die Sprache selbst an jeder Ecke durchkreuzt
23
tanja widmann
17:30
autor zu spielen
ms.ciccone
17:30
das ist der große moment auf den ich immer warte.
17:31

und weiter:
Berni Doessegger
17:31
die königin ist schon verschuldet.
ms.ciccone
17:31
ein guter schauspieler ist, glaube ich, einer der alles wiedergeben kann, sozusagen ein alles-inklusive-rekorder.
24
magdalena
17:39
so wie Die erzählerische Darstellung verdoppelt das Drama durch einen Kommentar, ohne den keine Inszenierung möglich wäre.

Johan Siebers
17:39
Das ist aber sehr Lacanianisch.

17:39

dann weiss man wenigstens was man hat.
25
17:39

dann weiss man wenigstens was man zu tun hat.
26
(d)
27
ms.ciccone
16:35
was inszeniert und was sich wie von selbst gegeben hat
16:35

eine andere Erscheinung der Gruppe hier
16:35

?
28
Die Letter
16:39
der brief, den es nicht gibt, das verborgende Thema, das das verborgene Thema ist, der Text der sich in Szene setzt

Die Letter
16:40
eine Einkleidung, eine Umwandlung, die eben das birgt und mit sich führt, was sie verhüllt

Eine kleine Umkleidekabine

tanja widmann
16:39
engerichtet in einem kleinen kabinett
29
magdalena
17:57
dann stellt sich heraus, dass sie nicht wissen wo der briefkasten ist, also vergessen haben wo der ist. und die königin hat auch keinen briefkasten.
tanja widmann
17:57
nein die kniet vor ihrem telefon
ms.ciccone
17:58
ich glaube alles hat damit begonnen dass ich ein buch schreiben wolte
tanja widmann
17:58
but do we come here to an end
30
ms.ciccone
17:58
ein freund hatte mir erzählt, dass alle unseren bekannten im moment dabei seien, bücher zu schreiben.

ms.ciccone
17:59
da wollte ich nicht nachstehen und beschloss, auch eins zu schreiben.
mariafoessl
17:59
ein bekannter hat sein neues buch "ich kann nicht mehr" betitelt
tanja widmann
17:59
indeed!
Sönke Hallmann
17:59
das hab ich auch neulich gelesen
Berni Doessegger
17:59
D I E L E T T E R

ms.ciccone
18:00
deshalb habe ich dann das tonband gekauft, und die interessantesten menschen die ich kannte auf band aufgenommen.
31
THE END