flut

                        ***  INVERSION  ***

      Wenn wir die Institution mit der Möglichkeit ihrer Inversion 
      konfrontieren, dann kann das nicht in erster Linie die Form eines 
      Programms annehmen. Es geht uns weder um eine thematische 
      Verpflichtung noch um den Versuch, mit dem Mittel der Repräsentation 
      auf eine andere Aufteilung der politischen und sozialen Räume 
      zu spekulieren. Ebensowenig verlassen wir uns jedoch auf eine vornehmlich 
      materielle Kritik – obgleich unser Handeln am Flutgraben e.V. gegenwärtig 
      durch die Auseinandersetzung mit den materiellen Bedingungen des Vereins 
      geprägt ist. 

      Die Inversion ist nichts, was vorauseilen könnte wie ein Programm. Sie ist 
      keine Vorgabe. Eher schon erfordert sie eine besondere Form der Aufmerksamkeit, 
      die in gewisser Weise verspätet, nachträglich ist. Kein Programm, aber 
      Dringlichkeit. Die Inversion folgt also einer Vielzahl innerer und äußerer 
      Notwendigkeiten (konkrete Beispiele nennen).
not so easy to disclose (but we take it conciously as the subject of our speech acts etc.)
 ... Hören, Aufmerksamkeit (konkrete 
Beispiele), aus dem Alltäglichen heraus, das Hören, dass die Inversion eröffnet (auch dass man tatsächlich hört, was gesagt wird, dass man das eigene Sprechen hört); intelligibler Kern des Alltäglichen, zugleich bindet und ablöst Übersetzungsbewegung + Formalisierung des Institutionellen (wie Letzteres auch als inversive Bewegung denken?) -- everyday expression being listened to with a particular attention beocmes something beautiful
       NACHTRÄGLICHKEIT      
       AUFMERKSAMKEIT        Engführung institutionelles Gespräch (wie         retrospektive Darstellung der Zukunft
       für Sprechakte        für das, was passiert, offen halten) und           Positiv in Negativ umkehren
                             publishing impuls                                  nach innen falten       
                                                                               Schwelle der Artikulation
                             in Bezug auf lokale wie internationale 
                             Zusammenhänge konsequent eine andere Ökonomie
       Praxis/Format         einführen: des Einladens, Arbeitens, 
   der Selbstverständigung   Frage der Selbstorganisation auf alle Ebenen des Flutgraben 
                             übertragen und durchdenken

                    ***  REKURRENZ  ***

          Das Wiederholen, zum Beispiel in Form der einfachen Wiederkehr, bis es vielleicht
          auf eine Beanspruchung und Ingebrauchnahme des Ortes selbst führt, die
          Differenz des Gast und Gastgebenden sich aufzuheben beginnt.  

                                                    ***  INSTITUTION  ***
Umekhr normativer Anspruch auf Gegenwart, Zeitverhältnis darin ....
Zugleich wollen wir nicht unterschlagen, dass wir gegenwärtig als Gruppe die Institution Flutgraben e.V. ausführen. Auch dieses Verhältnis interessiert uns (zumal wir Gruppen einladen). Nicht zu unterschlagen, heißt zunächst anzuerkennen, dass wir immer wieder bewusst oder nicht das Begerhen der Institution artikulieren und verkörpern werden (Anspruch auf Geltung, Einschreibung/Autorschaft, Signatur). Gesetz des Auftrennens und Einfügens (leerer Raum)
  welche Modelle von Sichtbarkeit     der Verfestigung (molar/molekular – does it help here?)
  welchen Strömungen sich widmen      von Tätigkeiten in Form persönlicher Zuordnung und          normativen Charakter (gesellschaftlicher Anspruch/
  welchen Facts                       institutioneller Formalisierung entgegenwirken (obgleich    Handlungsregeln) befragen                
                                      beide Prozesse beständig notwendig sind)
        ROTATION                      welche Offenheit/Zugänglichkeit 
                                      (Intelligenz des institutionellen Körpers) 

                                                                    ***  BILDUNG  ***
                                                       eine Art Umkehrung des institutionellen Modells denken: 
     Arbeitsformen, die in sich Zeit                   ein Ort, der eher Leute versammelt, die miteinander, voneinander
     und Raum geben für Bildung                        lernen und das zu Lernende zusammenstellen, erproben etc.              
     (d. h. intellektuelles, emotionales               und sich damit auch einer Ökonomisierung von Bildung                 
     und organisatorisches Vermögen)                   entziehen, statt eines Ortes des ausgewählten Ausstellens,             
                                                       in dem die ganze Vorbereitung, Vorarbeit und Recherche               
                                                       ausgelagert ist – auch aus den physischen und ökonomischen
                                                       Bedingungen des Raums

     ***  BEWEGUNG  ***


                                          ***  GELD  ***
solidarisches Modell - reale Arbeitszeit und Bezahlung können nicht ineinanderfallen
                          - Be-/Entwertungsmechanismen (sichtbare/unsichtbare Arbeit) durch differenzielle Honorierung