Emma

Es ist an uns, uns in ganz ähnlicher Weise (den anderen Beiträgen ähnlich) diesem Buch hinzuzufügen. Dies sogar (besonders) in dem Moment zu tun, in dem dieses Buch, das selbst eine Ansammlung ist, zu einem Abschluss kommt und im Begriff ist, sich nach außen zu wenden. Es ist eine Stelle der Fügung und der Bindung, des Hinzufügens und des Einbindens, die es bedeutet, in diesem (einem) Buch zu erscheinen (mit in dieses Buch zu kommen), mit in dieses Buch aufgenommen zu sein.
Der Moment des Veröffentlichens, des Ausstellens hat mit einem Moment des Aufgebens zu tun, in dem man ein Werk, eine Arbeit, einen Text ins Ungewisse entlässt. Darin setzt ihre untätige Tätigkeit ein. Ungewiss ihrer Leser, ihrer Besucher, ihrer Betrachter liegt im Moment der Veröffentlichung auch eine unbestimmte Widmung. Fast ist es aber mit der Frage der Widmung so, als würden wir versuchen, jene vielfache erneute Spur ins Buch hineinzuschreiben, mit der jedes weitere, erneute Lesen spurlos das Buch durchzieht. Was eigentlich das Buch ausmacht, ist seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser. . Diese Gleichgültigkeit gilt selbst dann noch, wenn sich das Gesagte, das Erzählte, einem bestimmten Kreis von Lesern verschrieben hat. Das Buch selbst ist diese Gleichgültigkeit. Das Buch, nicht das Erzählte, ist die Hinzufügung einer Gleichgültigkeit. Und doch: Was heißt das für einen Text (einen Klappentext, einen Text, der gewissermaßen an der Stelle auftaucht, die nicht eigentlich mehr zum Inhalt des Buches sich zählen lässt, sondern eher schon nachträglich wäre. nicht sorglos diese Frage unbeantwortet zu lassen, sondern sich ihr zu widmen, sich ihr zuzuwenden und diese Arbeit des Ungewissen und Unbestimmten auf sich zu nehmen? Diese Möglichkeit, dass sich das Schreiben an jemanden wendet, den man unmöglich als Leser hätte sich denken können.
Und doch stellt sich in diesem Verhältnis, dass dem Buch zueigen ist, ein besonderes Verhältnis her, das sich zwischen dem Gleichgültigen und Unbestimmten, dem Gerichteten und XXX angesiedelt ist. Kafka's Königlicher Botschafter oder so. Es müsse da sein, Es müsste durch etwas geschehen, das sich dem hinzufügt, das bereits fertiggestellt ist. Eine Stelle, eine Geste die verspricht keine Eröffnung einer zusätzlichen Sichtbarkeit. (Die sich hinzufügt, ohne etwas merklich zu verändert. Die sich hinzufügt, als sei sie nicht hinzugefügt). Sie fügt dem bereits Gesagten nichts hinzu, (außer, dass es dessen Ränder entlang geht / nachvollzieht) außer dem Sagen selbst, das (zu seiner eigenen Zeit gehört) außer, dass das Sagen selbst zu seiner eigenen Zeit gehört (in bezug steht). Ähnlich einem spurlosen, zweimaligen Lesen. Ein unwahrnehmbarer Überschuss, der undarstellbar ist und der den Ort der Zeitgenossenschaft markiert.
Fast ist es aber mit der Frage der Widmung so, als würden wir versuchen, jene zweite Spur ins Buch hineinzuschreiben, die ein spurloses zweimaliges Lesen bedeutet.
was heißt es, wenn man sich im Lesen der anderen Lesenden gewahr werden, also man ein anderes Verhältnis statt der von Leser/Autor eingehe, welche Bindekraft spielt in diesem Nebeneinander eine Rolle
Unbestimmte Widmung – also eigentlich das, was jedes Buch ausmacht, seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser,
(das ist ja eigentlich eine Strasse. (ein weg)) Mit dem Veröffentlichen setzt eine Art untätigen Tätigseins des Buches ein.

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