Faculty of Invisibility




FACULTY OF INVISIBILITY
If one could make one‘s own
coming to speech a gift

18. September - 1. Oktober 2011
Sönke Hallmann, Inga Zimprich und andere

21. September, 16 - 20 Uhr
Tanja Widmann
If one could make one‘s own
coming to speech a gift public

28. September, 16 Uhr
Johannes Porsch



1. Oktober, 19 Uhr
Vom Glück des Publikums
(Tischgesellschaft)


Die Fähigkeit der Bedeutung und Bedeutungslosigkeit der Worte, hell und dunkel zugleich zu sein, erlaubt, dass sie in ihrer Art das eine Mal etwas entwenden, das andere Mal aber etwas liegen lassen. Manchmal, unter der Bedingung, dass wir von ihnen nichts verlangen, stellt sich ein von der gewöhnlichen Schnur des Bedeutens gelöster Gebrauch der Worte ein.

In If one could make one’s own coming to speech a gift denken wir uns eine Arbeit, die nichts herstellt. Die sich ausstellt, als hätte sie nichts vorzuweisen. Als würde sich in ihr nichts weiter als das eigene Zur-Sprache-Kommen äußern und darin verfügbar werden. Ein Ausstellen daher, das weder etwas Bestimmtes fordert noch verspricht.

Die jedem Ausstellen zugehörende Entäußerung hat mit einem Akt des Aufgebens zu tun. In dem vielleicht selbst undatierbaren Moment, da ein Werk, eine Arbeit, ein Text ins Ungewisse entlassen werden, setzt deren untätige Tätigkeit ein. Ungewiss ihrer Leser, ihrer Besucher, ihrer Betrachter liegt in solchen Akten des Veröffentlichens auch die Geste einer unbestimmten Widmung. Deshalb haben diese Handlungen auch mit Zeitgenossenschaft zu tun, weil sie sich in jedem Moment jemand Beliebigem als Bezug zur eigenen Zeit mitteilen können.

Wenn dem Geschenk, um es zu vervollständigen, eine unbedingte Passivität, eine untätige Tätigkeit desjenigen zugehört, der gibt, müsste sich auch diese Arbeit herstellen, als würde in ihr nichts hergestellt. Als würde in ihr gesprochen, ohne dem Gesagten etwas hinzuzufügen. Wie ein spurloses, zweimaliges Lesen.





Diese Produktion wurde unterstützt durch
Karin Abt-Straubinger Stiftung.