Inverse Institution



(Janine Eisenächer, Sönke Hallmann,
Jo Zahn, Inga Zimprich)


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Aus Institutionskritik eine Gruppenpraxis machen

Inverse Institution verhandelt Erfahrungen aus selbstorganisierten und kollektiven Zusammenhängen, unseren Begegnungen mit Institutionen, aber auch künstlerischer und akademischer Wissensproduktion. Im Projektraum des Flutgrabens erproben wir mit Inverse Institution Bedingungen, unter denen ein gemeinsamer institutioneller Raum vorstellbar wird. Wie können wir den präskriptiven Charakter der Institution, ihre Normierungs- und Normalisierungsfunktion, invertieren? Welche Verhältnisse bestehen zwischen Institution und Kollektiv? An welchen Bedürfnissen wollen wir einen gemeinsamen Ort ausrichten, um auf eine neue institutionelle Praxis zu schließen?

In Inverse Institution versuchen wir im Handeln von innen her die Institution gemeinsam neu zu öffnen. Wir laden Künstler_innen, Gruppen und Kollektive ein, an diesem Ort während einiger Wochen, teils zurückgezogen, teils öffentlich, zu arbeiten und sich mit uns, unseren Gästen und untereinander diesen Fragen zu widmen. Wir arbeiten mit und in Workshops, Dinner, Diskussionen, Proben, Readings, Performances und anderen Formaten, in denen wir voneinander lernen und unsere Arbeit weiterentwickeln können. Durch wiederkehrende Arbeitsperioden möchten wir diesem wachsenden Arbeitszusammenhang Kontinuität gewähren, um langfristig miteinander zu arbeiten.
Wir verhandeln innerhalb von Inverse Institution, wie wir mit sichtbarer und unsichtbarer Arbeit in selbstorganisierten Zusammenhängen umgehen, wie wir uns einerseits um den Erhalt dieser Strukturen kümmern und sie zugleich gemeinsam bearbeiten können.
In unseren Entscheidungen für Rhythmen, Formate, Bezahlung und Beteiligungen, setzen wir uns auch praktisch mit den Arbeitsbedingungen selbstorganisierter Räume sowie nicht kommerzieller künstlerischer Positionen auseinander, mit ihrer Geschichte und der Prekarität, die sie kennzeichnen.

Wir bringen Formen künstlerischer, nicht akademisierter Wissensproduktion hervor und erproben Möglichkeiten, dieses Wissen kollektiv zu halten. Im Hinblick auf die instruktiven Anordnungen und normierenden Wirkweisen musealer Räume erarbeiten wir uns andere Herangehensweisen an Formen des Zeigens, der Präsentation und Veröffentlichung.
Wir fragen, wie sich das Verhältnis zwischen gastgebender Institution und eingeladenen Künstler_innen und Gruppen gestaltet und welche Aufmerksamkeit gemeinsame öffentliche Situationen erfordern. Die intensiven Arbeitsformate wie Workshops, Gespräche und Übungen stellen zugleich einen Kontext her, der Beteiligungen jenseits davon Publikum zu sein ermöglicht. Mit Inverse Institution entwerfen wir einen Ort solidarischen Arbeitens in der bildenden Kunst.


Grenzwachturm Schlesischer Busch

Berlin Der Traum ist aus.

Jetzt, Noch-nicht, Nicht-mehr

Hristina Ivanoska

Annett Gröschner

Witnessing the writing of history

Counter-constructivist Model

I'm too sad to dissent

Landscape

Because I know the recurring scenario so damn well

Avantgarde und Mahnmal zugleich sein




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