Monica Castillo Workshop Und Gespräch


Flutgraben lädt ein:
Mónica Castillo
Workshop, Screening und Gespräch
16.4. 14 – 18 und 19 Uhr

Liebe Freund_innen und Kolleg_innen,

wir freuen uns sehr, euch zum Workshop mit Mónica Castillo am Donnerstag, 16.4. von 14–18 Uhr sowie im Anschluss um 19 Uhr zum Screening und Diskussion des Films Völkerball einzuladen.

Mónica Castillo arbeitet während ihres Aufenthalts am Flutgraben im April zu Prozessen schleichender Entdemokratisierung, die sich aktuell nicht nur in Mexiko vollziehen. Zum Anlass nimmt sie ihre Anwesenheit im mexikanischen Staat Guerrero zu eben jenem Zeitpunkt, als 43 Studenten, höchstwahrscheinlich mit Wissen der Bundespolizei, umgebracht wurden. Mónica stellt dieses Verbrechen in Zusammenhang zu den illegalen Waffenlieferungen Deutschlands an Mexiko, die vor Kurzem öffentlich geworden sind. Welche Auswirkungen hat die Verflechtung beider Staaten auf Prozesse der Entdemokratisierung?

Workshop 16.4., 14–18 Uhr
Zu diesem Themenkomplex erarbeitet Mónica Castillo einen Workshop für Künstler_innen und andere, der sich der Methode des Common Space, Individual Space bedient. Common Space, Individual Space wurde von Grzegorz Kowalski an der Warschauer Kunstakademie entwickelt und geht von Reaktionen auf die Aktionen der Anwesenden in Bezug auf ein Konzept oder Objekt aus. Im Workshop fragen wir, wie der Bezug des eigenen agierenden Körpers zu gegenwärtig relevanten Fragen diskutiert und erweitert werden kann: Wie interpretieren wir öffentliche Bilder und durch welche Aktionen wird eine kritische Positionierung erzeugt, die das Umkippen einer Situation ermöglicht?

Screening und Gespräch im Anschluss
am 16.4., um 19 Uhr
Nach dem Workshop diskutieren wir den Film Völkerball (30 min.), den Mónica Castillo zwischen 2008 und 2014 produziert hat. Völkerball untersucht die Arbeit von Künstler X, der behauptet: „Es gibt Themen, die man durch eine kontinuierliche Diskussion aufrechterhalten muss“ und der ein „Spiel“ erfunden hat, in dem angeblich geschichtliche Wunden bearbeitet werden können. Durch bestimmte Objekte sollen die Teilnehmer_innen dieses „Spiels“ an Momente der deutsch-polnischen Beziehung erinnert werden. Dies war der Ausgangspunkt eines Studententreffens in einem kleinen Dorf in Polen, das vorzeitig abgebrochen werden musste. Mónica Castillo greift dieses Ereignis auf und bearbeitet es in einem dreiteiligen Video: eine fiktive Dokumentation, eine Wiederholung des „Spiels“ und eine „Talk Show“, in der die Teilnehmer_innen der ursprünglichen Begegnung von Vertreter_innen nachempfunden werden.

Mónica Castillo ist eine mexikanische Künstlerin, die sich als Malerin mit Fragen der Darstellung, insbesondere in Form des Selbstportraits, auseinandergesetzt hat, bevor sie seit 2004 in künstlerischen Bildungszusammenhängen und in selbstorganisierten Projekten und Initiativen arbeitet. Mónica ist Gast von Inverse Institution, der programmatischen Ausrichtung des Projektraums des Flutgraben e.V.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

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Page last modified on April 10, 2015, at 04:09 PM
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