Schreibraum Juli 2013


Ein Schreiben in der Zeit! Darin öffnet sich die aktuelle Situation im Schreiben! Da erweist sich, was es heisst in der aktuellen Situation zu
schreiben! Statt von einem abschliessenden Blick die Dinge von Aussen zu betrachten, aus der Situation heraus zu schreiben! Das ist auch ein Wagnis,
weil man von der entstehenden Seite kommt! Ein Fragmentarisches, was vielleicht erst rückblickend Sinn konstruiert! Das Auskunft gibt über das
Verhältnis zur eigenen Zeit! Jenes, das man sich wünscht und jenes, in dem man sich vorfindet! Das Politische ist nicht etwas der Zeitschrift äußerliches,
sondern es ist ihr implizit! Sie ist offen und zugleich handelt sie! Sie ruft jene Öffentlichkeit herbei um dieses Handeln zu bezeugen!
Wagnis
ein Text tritt in seine Zeit ein
eine Stimme
die auftaucht mit der Frage
nach dem Ausdruck der Zeit
Zueinander gestellt
eine Versammlung
um sich diesem Zueinanderstehen zuzuwenden
Zeit, die wir unseren Situationen hinzufügen,
wo eigentlich kein Raum ist
in der herrschenden
das fällt nicht leicht auf.
Was sich da einfügt.
das vielleicht erst rückblickend Auskunft gibt
über sich
Dem Schreiben in der Zeit kommt so eine geschichtliches Moment zu.
Es kann ein Moment der Veränderung mit sich führen
Die Frage ist nur, wie und wo schliesst es sich an, an welche Prozesse?
Gibt es eine Art Übersetzung einer Bewegung oder eines politischen Moment wo
sich etwas mitteilt? Dabei ist die Frage, was sich zeigt, welches politisches Moment
zeigt sich, wenn eine Bewegung übersetzt wird, von dort nach da, von
euch zu uns und umgekehrt? Vielleicht muss man im Sinn einer Politik des
Schreibens gerade umgekehrt fragen, inwiefern ist Schreiben politisch,
indem es sich mitteilt, indem es etwas artikuliert, indem es dieses doch wiederholt, um sich einer Bewegung anzuschliessen. Das ist das, was
eine Bewegung ist, etwas, was sich qualitativ Weiderholt und durch eine
gewisse Treue gehütet wird. Ohne dabei immer die Wiederholungen zu bewachen, zu kritisieren. Die Frage des Übersetztens ist also vielleicht auch die
Frage einer Wiederh
olung, nämlich etwas, das mit der Zeit zu tun hat, also Zzeitgenössisch ist
Ein sich richtendes schreiben, eine fiction ins dahin zu dir euch uns, in eine andere zeit.Die wünsche richten und (ent )falten, vermischen
gerade in der Gebundenheit an die Geschichte liegt das politische Potential
Aber Zeitschrift kann auch als ein Schreiben in der Zeit verstehen werden und dann öffnet sich die aktuelle Situation im Schreiben: was es heisst in der aktuellen
Situation zu schreiben? statt von einem abschliessenden Blick die Dinge von Aussen zu betrachten, aus der Situation heraus. Wie findet man eine Situation vor
und in welchem Verhältnis steht man zu ihr? Da kommt ein geschichtlicher Moment in dieses Schreiben, auch ein Wagnis, weil man aus der entstehenden Seite kommt und
diesen Blick wagt. Daraus erfolgt auch ein fragmentarisches Schreiben und aus diesem Fragmenten konstruiert sich vielleicht rückblickend einen Sinn, der im
Moment des Schreibens unsichtbar war. Man könnte auch sagen, das Politische ist nicht etwas Äusserliches von der Zeitschrift, sondernes ist ihr implizit. Dass es offen
ist und gleichzeitig um Öffentlichkeit geht und um Handlung und um Politisches.
Oder anders gesagt, ich denke das Schreiben ist an eine Zeit gebunden,
und damit meine ich nicht nur die Dauer, die es braucht bis ein Text geschrieben ist, sondern an die Zeit, in welcher der Text erscheint.
Ein Text ist, wie ich meine, immer ein Teil einer Zeit und in dieser Teilhabe liegt die Möglichkeit des Politischen.
So geht es aus meiner Sicht nicht darum irgendwo Anschluss zu finden sondern etwas zu tun.
Und dieses wird, da es Teil seiner Zeit ist, die Möglichkeit des Politischen in sich tragen.
x
Und die Frage des Emanzipatorischen, des Politischen oder des Handelns habe
ich verstanden, dass die eine Praxis darstellt und die Zeitschrift eine abstrakte
Idee ist und das Schreiben in der Zeit finde ich unter diesen Aspekt sehr
interessant, weil die Zeitschrift auch ein Medium ist, das verknüpft ? es gibt viele
Leute die daran partizipieren, es handelt sich um ein Kollektiv, dass es als Idee
eine Verknüpfung darstellt und eine gemeinschaftliche Praxis ist und dass es an
sich die Frage nach einer Öffentlichkeit stellt, weil sie in der Öffentlichkeit
stattfindet. Ein Schreiben in der Zeit fragt also auch danach was Öffentlichkeit
bedeutet. Das ist ein implizierter Gedanke. Man könnte auch sagen, das Politische
ist nicht etwas Äusserliches von der Zeitschrift, sondern es ist ihr
implizit. Dass es offen ist und gleichzeitig um Öffentlichkeit geht und um Handlung
und um Politisches. Gleichzeitig stellt sich aber die Frage nach dem Adressat.
Diese Frage kommt auch drin vor. Also welche Öffentlichkeit oder
Gegenöffentlichkeit.
Es braucht die Einführung eines dialogischen Prinzips ins Schreiben. Erst so kann es zu einer gemeinschaftlichen Praxis werden.
++ eine zirkulation passiert hier zwischen den fenstern die keine linearität hat in meinem schreibdenk++
Es eine gewisse Abwesenheit von Situationen, dieses Entrücken und
Entziehen und Fliehen von Situation, als eine neue Hegemonie. Wir haben uns
mit diesen hegemonialen Sprachapparaten beschäftigt, wie da das Protokoll
oder die Referenz alle sprachliche Gesten mit einer Geste des Schreibens infiziert
und das Sprechen auf einen bestimmten Tonfall zurückdimmt. Weil es nur noch
darum geht, das Gesagte einzutragen in diesen grossen Apparat der Schrift und
der Äußerung, damit es Schriftakt wird auf den man sich bezieht und gültig wird.
Der technokratische Apparat der Wissenschaft hat eben solch eine
Beweisführungspflicht produziert. Dann ist es da, in dieser Gültigkeit, wenn sie
in diesem Raum geäussert und eingetragen werden. Das ist auch der Endpunkt
ihres Sprechaktes.
Veröffentlichung
Mit der Veröffentlichung tritt ein Text in seine Zeit ein (erschienen 1968, 1980, 2003 usw.).
Die Veröffentlichung ist der Entscheid in seine Zeit eintreten zu wollen.
Fragen des Veröffentlichens und Adressierens
------> ist die Form, wie schreiben wir, oder nach einer Praxis
Und dann gibt es eine gewisse
Abwesenheit von Situationen
als eine neue Hegemonie,
an die man sich adressiert
Es geht ja um die eigene S I T U I E R T H E I T.
wünsche mir die verortung der gedanken in situationen die wir be schreiben. institutionen zu spiegeln z.bsp
was meinst ihr dazu?
die Zeitschrift als etwas, das periodisch ist,
eine Frequenz des Wiederkehrens
------> ein Moment des Rhythmus, der Ereignishaftigkeit darin
dieses Treffen ? ein singuläres Moment, das keinerlei Verbindlichkeit als eine Art Redaktion erzeugt.
Wie verhält sich der wiederkehrende Gestus der Zeitschrift
zum Redaktionellen, das auf die Festschreibung des ZUSTANDS drängt?
was hat es mit dem "Re" der "Redaktion" auf sich
sind wir nicht schon verbindlich jetzt ?
re = in einen Zustand versetzen, zurücktreiben, eintreiben
re-daktion = re-aktion
Wir müssen uns auch unseren Sprachpraxen zuwenden.
[+ "geräusche verwenden um zu öffenen, die töne, riiii zsi fiepp ohhh knarzen in den stimmbändern"]
Das fällt nicht leicht auf.
Was sich da einfügt.
Und warum interessiert mich
überhaupt dieses Ding, das nicht auffällt?
Eigentlich geht es darum die
situationale Zusammensetzung des
Kollektives zu finden und
Bedingungen zum Denken zu schaffen.
Die kollektiven Situationen, von denen du sprichst, du sagst, die sagen, die Differenz von widerständigem Wissen zu hegemonialem Wissen
entsteht durch die Zeit, die wir unseren Situationen hinzufügen, die Zeit, die im Widerspruch zur herrschenden Zeit ist, da, wo eigentlich kein Platz ist. Das Fragmentarische hat für mich auch
damit zu tun, wie sich eine Gemeinschaft beschreibt und findet. Also, dass sich eine Gruppe von innen beginnt zu erklären und ein Selbstverständnis beginnt zu erarbeiten. Dieses von
innen heraus zu beginnen, zu sagen: Wir forschen ohne Objekt.
Es geht also um die Frage einer Versammlung in ihrer Zeit. Von Fragmenten, zueinander gestellten, die sich ihrem Zueinanderstehen zuwenden können.
Die von dort heraus beginnen zu sprechen, wie in unserem Treffen auch.
Die Fragen nicht von aussen an ein Projekt stellen,
sondern die Frage aus der Selbstreflexion der kollektiven
Zusammensetzung heraus und das wären die Fragen,
die das kollektive überhaupt interessieren...
dass es mittlerweile ein künstlerischen Sprechen
gibt, dass auch immer schon theoretisch angewählt ist, dass eine
Stimme auftaucht mit der Frage, wie möchte ich mich artikulieren, so
dass es der Situation entspricht, aus der heraus ich spreche und
wo die Frage nach Tonalitäten und Ausdruck auftaucht. sich
hochschraubt, sich überschlägt in ihrer gesteigerten anwesenheit, in
ihrem seht her ich bin jetzt präsent. ich spreche für, ich spreche über.
Wie gesprochen wird in der Schule, in der Wissenschaft, in einer Talk
Show ist eine ganz klar vorgefertigte Sache und ist einprägend, wo
man auch weiss, welche Wörter verwendet werden.
Was einem zurück drängen lässt auf eine Auseinandersetzung
auf die Frage, was für ein Schreiben eigentlich notwendig wäre,
das diese unartikulierte (scheinbar undurchdringbare )
Hegemonie adressiert. Wir müssen uns auch unseren
Sprachpraxen zuwenden. Es gibt eigentlich hier schon einen
Mangel, unter uns als Theorieschaffenden, sich der eigenen
Spracherfahrung zuzuwenden. Wir beschreiben, wie der
dominante Sprachapparat Einschreibungen vornimmt und
Gültigkeit herstellt, anstatt zu fragen, welche Erfahrungen
fehlen, in denen es um unser Verhältnis zu Sprache geht.
Gibt es eine Art Übersetzung einer Bewegung oder eines politischen Moment in ein sprachliches Format,
was sich selber nochmals mitteilt, anders als über das Ich.
Ein sich richtendes schreiben, eine fiction ins dahin zu dir euch uns, in eine andere zeit ist
Das wünschen richtet und (ent )faltet, vermischt :
A
N
O
N
Y
M
anoynm - namenlos werden... beim schreiben. Sich seinen eigenen Namen entledigen, das was einem Eigentlich ist, dieses Ereignis
das heisst aber auch "ein Anderer" werden. Das könnte ein Moment des Politischen sein,
der zunächst nichts Soziales in sich trägt, aber er trägt die unmölgiche Möglichkeit
des grossen Anderen, das sich dem Schreiben öffnet.
Schreiben als Einfügung von Zeit und Schreiben als Einsatz in der Zeit
------->rückerstatten von zeit
Bs Restitutio in integrum, Rhythmus des ewig vergehenden Weltlichen, Rhythmus der messianischen Natur ist Glück
die Zeit, die es zum Schreiben braucht, über die wir aber nicht verfügen
A N O N Y M vs. K O L L E K T I V
Es gibt die Frage der Adressierung, also inwiefern ein Schreiben eine Öffentlichkeit
anspricht. Das sind die Fragen einer Zeitschrift. Aber auch, wie sich
ein Schreiben an die Zeitschrift adressieren kann. Das sind die Bewegungen eines Schreibens, das eine Zeitschrift formen. Vielleicht müsste auch von
Zürückschreiben sprechen, also von einem Antworten, das aus einer Veranwortung
herkommt, aber auch an den ersten Leser, nämlich den Schreiber
selbst.
Problem der wiederholenden Einschreibung