Sprechen und Schreiben im Performancekontext

Workshop 4./5. Mai 2013 10.00 bis 14.00 und 15.00 bis 19.00 Uhr Projektraum
Der Performancekunst wird seit einigen Jahren mehrfach bescheinigt, wieder im Kommen zu sein. Immer mehr Künstler_innen, Theaterschaffende und Tänzer_innen wählen das Format der Performance, um sich in freiere, interdisziplinäre und prozesshafte Ausdrucks-, Produktions- und Präsentationsweisen zu begeben. Dadurch erweitern sich zum einen die Möglichkeiten der Erfahrungen, zum anderen ergeben sich daraus viele neue Formate und Zwischenräume, die einer genauen Wahrnehmung bedürfen und die ein Sprechen und Schreiben darüber zu einer interessanten Herausforderung werden lassen.
Aline Benecke, Janine Eisenächer und Kaj Osteroth untersuchen seit vier Monaten Grundlagen, Vorgänge, Akte, Methoden, Situationen und Phänomene des Sprechens und Schreibens im Performancekontext. Sie gehen dabei zunächst von sich selbst als Publikum aus und verbinden ihre individuellen Performance-Erlebnisse mit Fragen und Begehren, die sie aus ihren jeweiligen Biographien und unterschiedlichen künstlerischen Praxen, aus Gruppenzusammenhängen und selbstorganisierten Kontexten, aus dem akademischen Feld und als Kulturproduzierende wie -konsumierende in Berlin mitbringen und weiterdenken. Sie stellen grundlegende Fragen an die strukturellen Bedingungen des Sprechens und Schreibens, danach, was es will und wer es kann.
In dem zweitägigen Workshop arbeiten Benecke, Eisenächer und Osteroth gemeinsam an der Entwicklung von Formaten des Sprechens und Schreibens im Performancekontext weiter und bereiten eine längere Arbeitsphase vor, die vom 22. bis 31.05. im Projektraum mit einzelnen Gästen stattfinden wird.